Metropolregion Mitteldeutschland-1. HYPOS-Dialog informiert zu Förderprogrammen

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1. HYPOS-Dialog informiert zu Förderprogrammen

08.09.2017
Carsten Krause

Im Mittelpunkt des 1. HYPOS-Dialogs am Montag in Leipzig standen ausgewählte Förderprogramme auf EU- und Bundesebene zum Thema Wasserstoff. Das neue Veranstaltungsformat soll ein breites Wissensnetzwerk für den Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft etablieren.

„Auf europäischer Ebene existieren zahlreiche Fördermöglichkeiten für die Wasserstoffbranche, etwa im Rahmen des FCH JU-Programms (Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking) und des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. Darüber hinaus bieten auch allgemeine Infrastrukturprogramme ebenfalls Anknüpfungspunkte für Wasserstoff-Projekte“, erklärt Dipl.-Ing. Carsten Krause, Geschäftsführer des HYPOS-Mitgliedsunternehmens AREVA H2Gen GmbH. Dabei handele es sich um sehr komplexe Ausschreibungen, die für klein- und mittelständische Unternehmen allein kaum zu bewältigen seien. „Deshalb ist es unerlässlich, Projektkonsortien zu bilden und sich professionelle Partner für die Antragstellung zu suchen. Dafür bietet das HYPOS-Netzwerk eine ideale Plattform“, so Carsten Krause weiter.

⁞⁞⁞ Foto: Carsten Krause, Geschäftsführer des HYPOS-Mitgliedsunternehmens AREVA H2Gen GmbH ⁞⁞⁞

In seinem Vortrag auf dem 1. HYPOS-Dialog berichtete der AREVA H2Gen-Geschäftsführer über Rahmenbedingungen und den Bewerbungsprozess für das FCH JU-Programm sowie die richtige Herangehensweise für eine erfolgreiche Projektentwicklung. Darüber hinaus schlug er die Planung eines Matchmaking Events vor, um potenzielle Partner für den nächsten Programm-Call zusammen zu führen. Dieser startet voraussichtlich im Januar 2018 und umfasst 20 Themen rund um stationäre und mobile Wasserstofflösungen.

Joachim Wicke bei Vorstellung Neben der einführenden Vorstellung ausgewählter Förderoptionen durch Branchenexperten und Vertreter der Förderprogramme hatten die Teilnehmer im zweiten Teil des HYPOS-Dialogs die Möglichkeit, sich in Dialogforen intensiver mit den einzelnen Programmen auseinanderzusetzen sowie in persönlichen Gesprächen erste Ideen auszutauschen und Projektansätze zu entwickeln.

⁞⁞⁞ Foto: HYPOS-Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Wicke bei der Vorstellung der laufenden HYPOS-Projekte ⁞⁞⁞

Einer der rund 80 Teilnehmer des 1. HYPOS-Dialogs war Dipl. Ing. Uwe Rother, Geschäftsführer der  ROX GmbH aus Radeberg. Das mittelständische Unternehmen bietet seinen Kunden ein umfangreiches Portfolio rund um die industrielle Wasser- und Abwasserbehandlung inklusive Analyse- und Beratungsdienstleistungen. „Mein Interesse an der Veranstaltung rührt aus einer Projektidee zur elektrolytischen Wasseraufbereitung, bei der als Nebenprodukt Wasserstoff anfällt. Auf dem HYPOS-Dialog konnte ich erste Gespräche mit Fachleuten darüber führen, ob sich dessen Verwertung technisch realisieren und wirtschaftlich darstellen lässt.“ Sollte dies der Fall sein, könne er sich eine Umsetzung des Vorhabens mit Partnern aus dem HYPOS-Netzwerk vorstellen, so Uwe Rother weiter. „Der Mix aus Informationen zu Förderprogrammen, Erfahrungsaustausch zur Projektarbeit und Matching-Event ist jedenfalls aufgegangen“, so das Fazit des Unternehmers.
 

Joachim Wicke„Wir haben den HYPOS-Dialog als neues Format ins Leben gerufen, um die Ideen und Partner der Wasserstoffbranche auch über den Förderzeitraum des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ hinaus zusammen zu bringen“, so Dr. Joachim Wicke, Vorstandsvorsitzender des HYPOS e. V. Mit der Bestätigung aller Projektanträge sein ein wichtiger Abschnitt des HYPOS-Vorhabens erfolgreich abgeschlossen. „Zukünftig geht es darum, die Ergebnisse dieser Forschungsprojekte und Demonstrationsvorhaben in tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen, um die eingesetzten Förder- und Eigenmittel zu refinanzieren und die Vision einer Grünen Wasserstoffwirtschaft voran zu treiben“, so Dr. Joachim Wicke weiter. Der HYPOS-Dialog solle den Aufbau einer Wissensplattform und die Vernetzung der Akteure fördern und so vor allem Klein- und Mittelständischen Unternehmen der Zugang zum aktuellen Forschungsstand und zu potenziellen Kooperationspartnern ermöglicht werden.

⁞⁞⁞ Foto: HYPOS-Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Wicke ⁞⁞⁞

Zukünftig wird das neue Veranstaltungsformat zwei- bis dreimal jährlich zu wichtigen Themen rund um den „Grünen Wasserstoff“ stattfinden. So sind weitere HYPOS-Dialoge zu aktuellen Forschungsfragen, zu den Sicherheitsaspekten der Technologie sowie zu Patent- und Schutzrechten geplant. Auch bei der dritten Auflage des HYPOS-Forums, die am 2. und 3. November 2017 im BMW-Werk Leipzig stattfindet, werden die Marktpotenziale und Geschäftsmodelle der Wasserstofftechnologie sowie Themen wie Digitalisierung und Kosteneffizienz im Mittelpunkt stehen. Rund 150 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Politik werden zu dem Event erwartet, das neben einem umfangreichen Vortragsprogramm eine Podiumsdiskussion zum Thema „Verbundarbeit als Antrieb der Wasserstoffwirtschaft“, verschiedene Gesprächs- und Kontaktformate sowie eine fachbegleitende Ausstellung umfasst.

Über das Projekt HYPOS

LOGO HYPOSDerzeit engagieren sich 114 Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstitute als Mitglieder im Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany e.V. Das gemeinsam von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, dem Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS und dem Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland initiierte HYPOS-Projekt verfolgt das Ziel, Grünen Wasserstoff aus erneuerbarem Strom im großtechnischen Maßstab für die Chemieindustrie, die Elektromobilität und die urbane Energieversorgung herzustellen. Im Rahmen einer Wasserstoff-Modellregion sollen dabei das Chemiestoffnetz, das Erdgasnetz sowie die elektrischen Netze in Ostdeutschland modellhaft miteinander vernetzt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben im Rahmen des Programms „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ mit bis zu 45 Millionen Euro.

Zitate

Jürgen Dannenberg, Landkreis Wittenberg

"Erfolgreiche Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung enden nicht an Kreis- oder Ländergrenzen. Globale Perspektiven auf der einen und der demografische Wandel auf der anderen Seite verlangen ein intensives Miteinander aller Akteure. Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland bietet dazu eine länderübergreifende Aktionsplattform."

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