Metropolregion Mitteldeutschland-Jahreskonferenz der Metropolregion beleuchtet den Strukturwandel

Standortentwicklung

Jahreskonferenz der Metropolregion beleuchtet den Strukturwandel

03.11.2017
Prof. - Dr. Andreas Berkner Regionalen Planungsverband Leipzig-Westsachen

Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland lädt am 14. Dezember 2017 zu ihrer Jahreskonferenz nach Braunsbedra ein. Unter dem Titel „Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier“ wird es um die Herausforderungen der strukturellen Veränderungen in den mitteldeutschen Braunkohlegebieten gehen. Gemeinsam sollen zukunftsorientierte und innovative Ideen für die Region aufgezeigt werden.

Derzeit findet auf der Ebene von Bund und Ländern eine intensive Debatte zur Zukunft des in Mitteldeutschland über Jahrhunderte genutzten Energieträgers Braunkohle statt. In der Folge könnte auf das Revier nach 1990 ein erneuter Strukturwandel mit noch nicht absehbaren Auswirkungen zukommen. Doch was bedeutet diese Perspektive für die soziale, kulturelle und räumliche Entwicklung der Region und mit welchen Themen kann dieser Strukturwandel erfolgreich gestaltet werden? Diese Fragen werden im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stehen, die von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland organisiert wird.  

⁞⁞⁞ Foto: Prof. Dr. Andreas Berkner, Leiter der Verbandsverwaltung des Regionalen Planungsverbands Leipzig-Westsachsen und Leiter der Projektgruppe Innovation im Revier ⁞⁞⁞

„Mitteldeutschland und Braunkohle bilden seit über 150 Jahren zwei Seiten einer Medaille, indem der Rohstoff einerseits zum Ausgangspunkt für die Industrialisierung hierzulande wurde und andererseits massive Umweltschäden bewirkte. Seit 1990 waren im Mitteldeutschen Revier gegenüber den Abbaugebieten in der Lausitz und dem Rheinland weitaus größere Anpassungsleistungen zu erbringen. Zugleich entwickelte sich die Mitteldeutsche Seenlandschaft zu einer neuen, attraktiven touristischen Destination, bei der sich Welterbestätten und Naturparks mit unseren ‚Landschaften nach der Kohle und zahlreichen Bergbau-Sachzeugen verzahnen. Künftig wird es darauf ankommen, die ‚Brücke ins Zeitalter der erneuerbaren Energien räumlich und zeitlich auszugestalten. Dazu bedarf es einer ganzheitlichen, wissenschaftlich fundierten Debatte ohne Denkverbote – eine große Herausforderung für alle beteiligten Akteure“, erklärt Professor Andreas Berkner, der in seiner Funktion als Leiter der Projektgruppe Innovation im Revier bei der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland an der Ausarbeitung der Jahreskonferenz mitgewirkt hat und hauptberuflich als Leiter der Verbandsverwaltung des Regionalen Planungsverbands Leipzig-Westsachsen tätig ist.

Jahreskonferenz 2017 FerropolisDie eintägige Veranstaltung findet im sachsen-anhaltischen Braunsbedra in der Zentralwerkstatt Pfännerhall statt. Der Vorstandsvorsitzende des Förderverein Zentralwerkstatt Pfännerhall, Professor Peter Luckner, wird neben Frank Banner, Landrat des Saalekreises und Vorstandsmitglied der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, sowie Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender des Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, die Gäste begrüßen. Zudem erwartet die Teilnehmer ein einführender Vortrag von Professor Andreas Berkner. Anknüpfend an die bestehenden Projektgruppen der Metropolregion zu den Themen Innovation, Industriekultur und Gewässerlandschaft und das anlaufende Förderprogramm der Bundesregierung „Unternehmen Revier“, soll es anschließend in drei Panels einen intensiven Erfahrungsaustausch geben und neue Ideen entwickelt werden. Dabei wird es unter anderem um neue Strategien für Innovation und Wertschöpfung gehen, aber auch um alternative Energien, interregionale Zusammenarbeit, Partizipation von Bürgern sowie die zukünftige Arbeits- und Lebenskultur von den Menschen in der Region. Interessenten können sich zu dieser kostenfreien Veranstaltung bis 30. November 2017 anmelden.

⁞⁞⁞ Foto: Ferropolis, Stadt aus Eisen ⁞⁞⁞

Zitate

Patrice Heine
Chemiepark Bitterfeld-Wolfen

Wir wollen die positive Entwicklung Mitteldeutschlands mitgestalten, auch wegen einer Verantwortung durch fast 125 Jahre Chemieindustrie. Dabei setzten wir auf ein an unserem Verbundstandort bewährtes Erfolgsrezept: Wachstum durch Innovation und Kooperation. In der Metropolregion Mitteldeutschland gibt es eine sehr dynamische Mischung aus Großunternehmen, Mittelständlern und Forschungseinrichtungen.

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