Metropolregion Mitteldeutschland-„Leipziger Memorandum“ für mehr Zusammenarbeit in Mitteldeutschland

Forum Mitteldeutschland

„Leipziger Memorandum“ für mehr Zusammenarbeit in Mitteldeutschland

27.02.2017
Oberbürgermeister Burghard Jung

Die Metropolregion hat ein „Leipziger Memorandum“ mit fünf Forderungen zu einer stärkeren Zusammenarbeit in Mitteldeutschland formuliert. Das Papier wurde am Montag in Anwesenheit der drei mitteldeutschen Wirtschaftsminister im Rahmen des 1. FORUM MITTELDEUTSCHLAND vorgestellt.

„Wir müssen den positiven Schub, den die Region aktuell erfährt, nutzen, um die projektbezogene Zusammenarbeit zwischen unseren drei Bundesländern jetzt zu intensivieren“, erklärt Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und Vorstandsvorsitzender der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, der die Forderungen des „Leipziger Memorandums“ in seiner Begrüßungsrede präsentierte. Denn sowohl die dynamisch wachsenden Metropolen wie Leipzig, Halle (Saale), Chemnitz und Jena als auch die Mittelzentren und ländlichen Räume stünden vor zahlreichen Herausforderungen bei der Gestaltung ihrer Zukunft. „Als Region können wir nur gemeinsam und im Rahmen erfolgreicher Stadt-Umland-Beziehungen gewinnen, etwa durch abgestimmte Konzepte zur Wirtschaftsförderung, Mobilität und Daseinsvorsorge“, betonte Burkhard Jung.

⁞⁞⁞ Foto: Burkhard Jung, Oberbürgermeister der Stadt Leipzig​ ⁞⁞⁞

Deshalb fordern die Verfasser des „Leipziger Memorandums“ die zunehmende Realität eines gemeinsamen, mitteldeutschen Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturraums durch verstärkte Kooperationen der drei Länder, insbesondere in den Bereichen regionale Innovationsstrategien, Harmonisierung von Fördermittelrichtlinien und Hochschulentwicklung anzuerkennen. Darüber hinaus müssten Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen angesichts der teilweise sehr gegensätzlichen demografischen Entwicklungen in der Region ihre demografischen Handlungskonzepte zukünftig aufeinander abstimmen. Im Bereich der Mobilität sollten die Entwicklung neuer Mobilitätskonzepte und alternativer Antriebstechnologien durch abgestimmte Clusteraktivitäten und wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen gefördert werden. Der notwendige Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier müsse durch ein länderübergreifendes Innovations- und Handlungskonzept unterstützt werden. Darüber hinaus gelte es, die hohe Lebensqualität in Mitteldeutschland und seine Attraktivität für Fachkräfte und Unternehmen durch eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter auszubauen.

„Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland hat sich längst zu einem Motor der Entwicklung und Treiber wichtiger Themen in Mitteldeutschland entwickelt“, betonte Burkhard Jung mit Verweis auf die zahlreichen Projekte des Netzwerkes. Dazu gehörten unter anderem der IQ Innovationspreis Mitteldeutschland, das durch die EMMD initiierte Wasserstoffprojekt HYPOS, der gemeinsame Auftritt auf der Gewerbeimmobilienmesse EXPO REAL sowie die Arbeit der Projektgruppen zum Strukturwandel der Braunkohleregion sowie zum Thema Elektromobilität.

Wirtschaftsminister Forum MitteldeutschlandUnter Moderation von Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH und Wolfgang Brinkschulte, Vorstandssprecher des Mitteldeutschen Presseclubs zu Leipzig diskutierten anschließend Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft des Freistaats Thüringen und Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt gemeinsam zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen.

⁞⁞⁞ Foto v.l.: Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Tiefensee, Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft des Freistaats Thüringen und Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr ​ ⁞⁞⁞

Am „FORUM MITTELDEUTSCHLAND – Wirtschaftspolitik und Medien im Gespräch“ nahmen am Montag rund 200 Multiplikatoren aus Wirtschaft, Gesellschaft sowie regionaler und bundesweiter Medien im Weißen Saal der Kongresshalle am Zoo Leipzig teil. Das gemeinsam von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) und dem Mitteldeutschen Presseclub zu Leipzig organisierte Veranstaltungsformat will den Informationsaustausch und den Aufbau persönlicher Kontakte zwischen Unternehmen und Journalisten fördern.

Zitate

Gerald Taraba
Actemium Controlmatic GmbH

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