Metropolregion Mitteldeutschland-Länderübergreifende Mobilität in Mitteldeutschland

AG Verkehr und Mobilität

Länderübergreifende Mobilität in Mitteldeutschland

03.11.2016
Oliver Mietzsch PG Personenverkehr Zweckverband Nahverkehrsraum leipzig

Seit Jahresbeginn gibt es unter dem Dach der Arbeitsgruppe Verkehr und Mobilität die Projektgruppe Personenverkehr. Die Projektgruppe tagte nun zum zweiten Mal und beschäftigte sich im Schwerpunkt mit dem Schienenpersonenverkehrskonzept für Mitteldeutschland.

„Öffentlicher Nah- und Fernverkehr wird über Landesgrenzen hinweg betrieben. Dies zeigt sich besonders deutlich im Gebiet der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Dennoch gibt es keine Institution, die ganzheitlich, beispielsweise für den gesamten mitteldeutschen Raum, tätig ist. In der Projektgruppe Personenverkehr der Arbeitsgruppe Verkehr und Mobilität der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland sind jedoch die verschiedenen Aufgabenträger, wie der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig und die Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH für Sachsen, die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH für Sachsen-Anhalt sowie die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH für Thüringen, aktiv. Diese Akteure organisieren den  Öffentlichen Personennahverkehr für Mitteldeutschland, sodass wir kooperativ zu länderübergreifenden Lösungen für Herausforderungen kommen können, die sich in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland als dem wirtschaftlichen Kern Mitteldeutschlands täglich stellen,“ erläutert Oliver Mietzsch, Leiter der Projektgruppe und Geschäftsführer des Zweckverbands für den Nahverkehrsraum Leipzig, die Arbeit der Projektgruppe.

⁞⁞⁞ Foto: Oliver Mietzsch, Leiter der Projektgruppe und Geschäftsführer des Zweckverbands für den Nahverkehrsraum Leipzig ⁞⁞⁞

Eine wesentliche Aufgabe für die Projektgruppe ist das Schienenpersonenverkehrskonzept für Mitteldeutschland, welches im Auftrag der Metropolregion Mitteldeutschland entwickelt wurde. Im Sinne eines neuen Ansatzes zur besseren Anbindung und Erreichbarkeit der mitteldeutschen Region im Schienenverkehr wurden in dem Schienenpersonenverkehrskonzept Vorschläge unterbreitet, verbunden mit dem Ziel, einen integrierten Taktfahrplan, ein einheitliches Tarifsystem und eine gute Erreichbarkeit in der Fläche zu schaffen. Nun wird das vorliegende Konzept hinsichtlich der Umsetzbarkeit in der Projektgruppe evaluiert und diskutiert.

In der letzten Befassung mit dem Konzept durch die Projektgruppenmitglieder hat man sich darauf verständigt, dass die zur integrierten Fahrplantaktung vorliegenden bzw. aktuell erstellten Gutachten aus Sachsen-Anhalt und Thüringen in das Konzept einzuarbeiten sind. Hinsichtlich der Forderung nach Schaffung eines einheitlichen Tarifsystems soll der Weg über eine Zwischenstation führen, die den Aufbau einer einheitlichen vertrieblichen Benutzeroberfläche für die Kunden vorsieht. Dies setzt allerdings ein Mindestmaß an Harmonisierung der unterschiedlichen Tarif- und Beförderungsbedingungen voraus. Hieran arbeiten die Verkehrsverbünde in Mitteldeutschland schon seit einiger Zeit - mit zunehmenden Erfolg.

Im zweiten Tagesordnungspunkt befasste sich die Projektgruppe mit der Entwicklung von länderübergreifenden Liniennetzplänen. Originär werden Liniennetzpläne aktuell von den Aufgabenträgern und Verbänden für ihr jeweiliges Hoheitsgebiet erstellt. Für Kunden in Landkreisen wie dem Burgenlandkreis, der in großen Teilen an benachbarte Bundesländer grenzt, ist dies wenig nutzerfreundlich. In einem Pilotprojekt wird daher nun die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH durch die Initiative der Projektgruppe einen länderübergreifenden Liniennetzplan für die Region erstellen.

Die Projektgruppe „Personenverkehr“ hat sich unter dem Dach der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland aus der Arbeitsgruppe Verkehr und Mobilität heraus gebildet. Neben den bereits genannten Aufgabenträgern engagieren sich auch Vertreter der Städte Gera, Halle (Saale), Jena und Leipzig, der Landkreise Altenburger Land und Burgenlandkreis sowie des Sächsischen Staatsministerium des Inneren in der Projektgruppe mit dem Ziel, den öffentlichen Personennahverkehr länderübergreifend und dabei kundenorientiert zu gestalten.

Zitate

Dipl.-Ing. Klaus E. Hänsel
GOLDBECK Ost GmbH

„Als größtes, deutsches Bauunternehmen mit einem Firmensitz in Mitteldeutschland fühlen wir uns der Region besonders verbunden und verpflichtet. Um deren Potentiale zu erschließen ist diese Wirtschaftsinitiative ein hervorragender Ansatz.“

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