Metropolregion Mitteldeutschland-Metropolregion Mitteldeutschland und Burgenlandkreis begrüßen Zwischenbericht der "Kohle-Kommission"

Strukturwandel

Metropolregion Mitteldeutschland und Burgenlandkreis begrüßen Zwischenbericht der "Kohle-Kommission"

01.11.2018
Götz Ulrich, Burgenlandkreis und AG Kultur & Tourismus

Die Metropolregion Mitteldeutschland und der Burgenlandkreis begrüßen den Zwischenbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ zur sozialen und strukturpolitischen Entwicklung der deutschen Braunkohleregionen. Die Eckpunkte des Papiers bildeten eine gute Grundlage für die im Rahmen der „Innovationsregion Mitteldeutschland“ geplanten Vorhaben.

„Der Zwischenbericht der Kommission bildet eine gute Einschätzung der aktuellen Situation des Mitteldeutschen Revieres und der Herausforderungen, die mit dem bevorstehenden  Strukturwandel durch das Ende der Braunkohleverstromung verbunden sind. Diese betreffen nicht nur die Energiewirtschaft, sondern auch energieintensive Branchen wie die mitteldeutsche Chemieindustrie. Hier muss es gelingen, die bestehenden Wertschöpfungsketten und Industrieverbünde zu erhalten und zusätzlich neue, zukunftssichere Arbeitsplatze zu schaffen“, erklärt Götz Ulrich, Landrat des Burgenlandkreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH.

⁞⁞⁞ Foto: Götz Ulrich, Landrat des Burgenlandkreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH ⁞⁞⁞

Ebenfalls positiv sei, dass im Bericht der Kommission der Ausbau der Infrastruktur, verbunden mit innovativen Mobilitätskonzepten  als grundlegende Vorrausetzung für einen erfolgreichen Strukturwandel benannt sei. „Geplante Vorhaben wie die Elektrifizierung der Bahnverbindungen Leipzig-Zeitz-Gera und Zeitz-Weißenfels-Halle sowie der Ausbau des mitteldeutschen S-Bahnnetzes nach Naumburg und Merseburg verbessern die Anbindung der ländlichen Räume an das Ballungszentrum Leipzig/Halle und sind entscheidend für die Ansiedlung neuer Unternehmen, die Fachkräftegewinnung sowie die generelle Lebensqualität der Region“, so Götz Ulrich weiter. 

Jörn-Heinrich TobabenAls weiterer Aspekt wird im Zwischenbericht die gezielte Stärkung der Innovationsfähigkeit des Mitteldeutschen Reviers hervorgehoben. „Die regionale Innovationskraft liegt – historisch bedingt – weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt. Hier können durch die Ansiedlung neuer Forschungseinrichtungen und der Etablierung von Reallaboren positive Impulse für die Stärkung der Forschungslandschaft sowie die Etablierung innovativer Technologien und Wertschöpfungsketten gesetzt werden. „Mit dem „Glascampus Torgau“ als akademisch ausgerichtetes Weiterbildungszentrum für Fachkräfte der Glasbranche sowie der Gründung einer staatlich anerkannten privaten Hochschule für Elektrotechnik, Informatik und Wirtschaftsinformatik im Landkreis Leipzig benennt der Bericht zwei konkrete Umsetzungsprojekte mit Leuchtturmcharakter für die gesamte Region“, betont Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH. Darüber hinaus bestünden mit dem Wasserstoffprojekt HYPOS und dem BioEconomy-Cluster in der Region bereits etablierte Innovations-Netzwerke für Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich Energie.

⁞⁞⁞ Foto: Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH ⁞⁞⁞

Die beiden Partner begrüßen außerdem die Nennung der Metropolregion Mitteldeutschland im Zwischenbericht der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ als zentraler Akteur zur Koordinierung von Strukturwandelprozessen im Mitteldeutschen Revier. Damit werde die bereits etablierte Zusammenarbeit von neun Gebietskörperschaften aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Rahmen der „Innovationsregion Mitteldeutschland“ anerkannt. Positiv ist auch der Vorschlag der Kommission, die im Bundeshauhalt für diese Legislaturperiode eingeplanten 1,5 Milliarden Euro im Sinne eines Sofortprogramms den Revieren unmittelbar zur Verfügung zu stellen. Die Metropolregion Mitteldeutschland und die neun beteiligten Gebietskörperschaften sind bereit, die hierfür erforderliche Koordinierung im Mitteldeutschen Revier vorzunehmen. 

Über die Innovationsregion Mitteldeutschland

Die „Innovationsregion Mitteldeutschland“ ist ein interkommunaler Zusammenschluss der Landkreise Burgenlandkreis, Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Leipzig, Mansfeld-Südharz, Nordsachsen und Saalekreis sowie der Städte Halle (Saale) und Leipzig. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung von Strategien und Projekten für Innovation und Wertschöpfung, die in einem Masterplan für den Strukturwandel des Mitteldeutschen Braunkohlereviers münden. Als Abwicklungspartner und Zuwendungsempfänger ist der Burgenlandkreis für die fördermitteltechnische Abwicklung des Vorhabens zuständig. Regionalpartner und damit zuständig für das inhaltliche Projektmanagement ist die Metropolregion Mitteldeutschland.

Zitate

Götz Ulrich
Burgenlandkreis

"Der Burgenlandkreis hat den Beitritt zur Metropolregion bewusst gewählt, um sich aktiv mit seinen Stärken von der Ernährungswirtschaft, dem Weinbau bis zum Welterbeantrag einzubringen. Dabei will der Burgenlandkreis eine verbindende Rolle durch seine zentrale Lage zwischen Leipzig und Jena spielen und den Fokus auf das Thema Bildung verstärken."

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