Metropolregion Mitteldeutschland-Mit Industriekultur Brücken in die Zukunft schlagen

Kultur & Tourismus

Mit Industriekultur Brücken in die Zukunft schlagen

28.07.2017
Maxi Bornmann

Das reiche industriekulturelle Erbe Mitteldeutschlands steht in Kürze wieder im Fokus, wenn vom 10. bis 13. August zum fünften Mal die Tage der Industriekultur Leipzig stattfinden. Ausgerichtet vom Verein Industriekultur Leipzig e.V., finden dann in der Leipziger Wirtschaftsregion über 100 Veranstaltungen statt.

Lesungen, Ausstellungen und Vorträge, aber auch Wanderungen, Boots- und Radtouren bieten im Rahmen der Veranstaltungstage Einblicke in die mitteldeutsche Industriekultur. Am Programm beteiligt sind auch eine Reihe der Mitglieder der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Auf verschiedenen Themenrouten können Interessierte im Rahmen der Veranstaltungstage die Region Leipzig als Industriestandort der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennenlernen. So finden unter dem Motto „Offenes Werktor“ Führungen und Vorträge zu sonst verschlossenen Produktionsstätten statt. Weitere Routen informieren zu den Themen „Energie und Mobilität" oder "Wirtschaftsgeschichte und Wissenschaft“. Veranstaltungsorte sind neben Leipzig unter anderem Weißenfels, Wurzen, Zeitz, Markkleeberg, Lippendorf, Grimma, Borna, Oschatz und Bad Düben.

⁞⁞⁞ Foto: Maxi Bornmann, Industriekultur Leipzig e.V., Leiterin der Projektgruppe "Industriekultur"​ ⁞⁞⁞

LOGO Tage der Industriekultur„Die 5. Tage der Industriekultur Leipzig reichen mehr als je zuvor in die Metropolregion Mitteldeutschland hinein. Nicht nur wird im Sächsischen Wirtschaftsarchiv das Jubiläum ‘120 Jahre Sächsisch-Thüringische Industrie- und Gewerbeausstellung 1897‘ mit einer umfangreichen Fachausstellung und mit Vorträgen begangen, auch die diesjährigen Hotspots Weißenfels, Wurzen und Zeitz zeigen die reiche Vielfalt der Industriekultur um die Metropole Leipzig herum“, zeigt sich Maxi Bornmann begeistert. Sie ist als Mitglied im Industriekultur Leipzig e.V. Mitveranstalterin und zugleich Leiterin der Projektgruppe Industriekultur der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.

Dem Ziel, Mitteldeutschlands gemeinsame Industriekultur stärker bewusst und nutzbar zu machen, hat sich auch die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland verschrieben. Anfang des Jahres hat sie zu diesem Zweck die Projektgruppe Industriekultur gegründet. Deren Mitglieder haben es sich zur Aufgabe gemacht, Industriekultur auf mitteldeutscher Ebene koordiniert und strategisch zu bearbeiten. So sollen länderübergreifende Themen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen identifiziert werden. Dabei geht es einerseits darum, industriekulturelles Erbe zu bewahren und Industriekultur touristisch zu vermarkten, gleichzeitig aber auch wissenschaftlich und historisch aufzuarbeiten und in den Bereich Bildung und Fachkräftegewinnung einzubinden.  Ein weiteres Anliegen ist es, Industriekultur als einen Baustein der Transformationsstrategie zu etablieren. Mitglieder der Projektgruppe sind Vertreter aus Vereinen wie dem Industriekultur Leipzig e.V., dem Mitteldeutscher Umwelt- und Technikpark e.V. und dem WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V., aus den Städten Jena, Zeitz, Zwickau und dem Landkreis Burgenlandkreis, aus Unternehmen, wie der MIBRAG Industrie Tours Sachsen-Anhalt und Besucherbetreuung, der LMBV mbH und der Ferropolis GmbH, der HTWK Leipzig und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Das Thema Industriekultur wird auch auf der diesjährigen Jahreskonferenz der Metropolregion Mitteldeutschland einen Schwerpunkt bilden. Da Industriekultur immer stärker als Schlüssel für die Bewältigung von Entwicklungs- und Transformationsprozessen wahrgenommen wird, steht dann zur Diskussion, was Industriekultur gegenwärtig und zukünftig leisten kann, um zu einem erfolgreichen Strukturwandel in den mitteldeutschen Braunkohlerevieren beizutragen. Die Jahreskonferenz findet am 14. Dezember 2017 in Braunsbedra statt. Das Programm wird ab Herbst online abrufbar sein.

Zitate

Peter Reitz
European Energy Exchange AG

„Die EEX ist ein weltweit agierendes Unternehmen mit Mitarbeitern an 13 Standorten. Unseren Ursprung haben wir jedoch in Leipzig und fühlen uns unserem Hauptsitz eng verbunden und verpflichtet. Daher ist es uns wichtig, die Metropolregion Mitteldeutschland zu unterstützen.“

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