Metropolregion Mitteldeutschland-Überregionaler Schulterschluss für mehr E-Mobilität

Verkehr und Mobilität

Überregionaler Schulterschluss für mehr E-Mobilität

26.05.2017
Raimund Nowak

Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg und die Metropolregion Mitteldeutschland wollen zukünftig auf dem Gebiet der Elektromobilität zusammenarbeiten. Damit sollen optimale Rahmenbedingungen für den Betrieb von Elektrofahrzeugen und die Nutzung der Elektromobilität geschaffen werden – für eine positive Wirtschaftsentwicklung und ein zukunftsfähiges Verkehrs- und Energiesystem in den Regionen.

Diese Vereinbarung ist das Ergebnis eines Treffens der Projektgruppe Elektromobilität der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH und Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH in dieser Woche in Leipzig. Beide Metropolregionen spielen bei der von der Bundesrepublik angestrebten Entwicklung Deutschlands zu einem Leitmarkt und industriellen Leitanbieter für Elektromobilität eine herausragende Rolle und wollen zukünftig gemeinsame Projekte realisieren.

⁞⁞⁞ Foto: Raimund Nowak, Geschäftsführer der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg GmbH ⁞⁞⁞

Raimund Nowak zeigt sich begeistert: „Mitteldeutschland ist industriell die Aufsteigerregion der E-Autos. BMW und Volkswagen bauen hier, sowohl am Standort Wolfsburg als auch in Leipzig, Zwickau und Dresden. Was liegt da näher, als unsere beiden Metropolregionen miteinander zu verbinden?“ Die niedersächsische Metropolregion betreibt das Amt electric und berät seit Jahren erfolgreich Kommunen, Organisationen und Unternehmen bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität. Zudem betreibt das Amt electric mit 200 E-Fahrzeugen die größte kommunale Elektrofahrzeugflotte, die sie Kommunen und kommunalen Betrieben zu günstigen Konditionen anbieten kann. Dieses Modell soll nun auch auf Mitteldeutschland übertragen werden.

Im Vordergrund der geplanten Zusammenarbeit der zwei Metropolregionen soll der Austausch über regionale und lokale Strategien zur Förderung der Elektromobilität stehen, bei dem Akteure aus Kommunen, Staat, Wirtschaft und Wissenschaft beider Metropolregionen über den jeweiligen Entwicklungsstand der Elektromobilität ins Gespräch kommen. Darüber hinaus wird es eine enge Abstimmung zu Aktivitäten bezüglich des Aufbaus von Ladeinfrastruktur in den Verbindungsräumen beider Metropolregionen geben. Zudem sollen Synergie- und Skaleneffekte durch die Zusammenarbeit in Projekten genutzt werden. Vorranginge Aktivitäten werden hier die Beratung von Akteuren bei gebietsbezogenen Maßnahmen sein sowie die Zusammenarbeit in Modellprojekten, die vom Bund oder der EU gefördert werden.  Ein entsprechender Kooperationsvertrag zwischen den Metropolregionen wird derzeit ausgearbeitet und soll bis zum Herbst dieses Jahres vorliegen.

Rita Schröck„Durch den Schulterschluss der beiden Metropolregionen bekommt die mitteldeutsche Elektromobilität einen großen  Schub.  Mitteldeutschland wird von der Kompetenz der Niedersachsen profitieren und die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg wird durch eine gebündelte Nachfrage und einen gesteigerten Werbeeffekt dazugewinnen“, erklärt Rita Schröck, Projektmanagerin bei der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH. „Als nächstes werden wir eruieren, welche konkreten Geschäftsansätze wir gemeinsam erarbeiten können. Denkbar ist zum Beispiel die Elektrifizierung und Hybridisierung gesamter Baureihen von Fahrzeugen. Angestrebt ist in jedem Fall ein gemeinsames Produkt, das in beiden Metropolregionen angeboten wird.“

Die Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg ist eine der vier Regionen in Deutschland, die 2012 als sogenannte „Schaufenster Elektromobilität“ durch die Bundesregierung als Zielgebiete einer großen Forschungs- und Entwicklungsinitiative ausgewählt wurden. In den vier Schaufensterregionen wurden zwischen 2012 und 2016 rund 90 Verbundprojekte mit 334 Teilvorhaben entlang der Wertschöpfungskette der Elektromobilität unterstützt.

⁞⁞⁞ Foto: Rita Schröck, Projektmanagerin bei der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH ⁞⁞⁞

Die Projektgruppe Elektromobilität wurde 2016 zur Förderung der Elektromobilität in Mitteldeutschland unter dem Dach der Metropolregion gegründet, um Kompetenzen und Know-how in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu bündeln sowie den regionenweiten Informationsfluss zu koordinieren. Ziel der Projektgruppe ist der konzertierte und effiziente Ausbau der Ladeinfrastruktur in Mitteldeutschland, sowie die Etablierung eines einheitlichen, nutzerorientierten Zugangs- und Abrechnungssystems.

Zitate

Prof. Dr.-Ing. Steffen Keitel
IHK Halle-Dessau

"Mitteldeutschland ist eine Industrieregion – modern, innovativ und wettbewerbsfähig. Damit dies so bleibt, braucht es entsprechende Rahmenbedingungen. Wir als IHK machen wir uns dafür stark – und freuen uns, in der Metropolregion Mitteldeutschland insoweit einen starken Partner zu haben."

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