Metropolregion Mitteldeutschland-Gedenkstätte Point Alpha

Gedenkstätte Point Alpha

Point Alpha | Foto: Stiftung Point Alpha Point Alpha | Foto: Stiftung Point Alpha

  • Hintergrund

    Während die Gedenkstätte Marienborn und das Grenzlandmuseum Eichsfeld das Grenzgeschehen auf der Ostseite der Grenze in den Fokus rücken, steht beim Point Alpha das Wirken der westlichen Siegermächte im Vordergrund, denn Point Alpha war einer von vier US-Beobachtungsstützpunkten an der innerdeutschen Grenze. Seine Bedeutsamkeit besteht in der geografischen Lage im Zentrum der NATO-Verteidigungslinie „Fulda Gap“. Hier erwartete man im Ernstfall den Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes.

  • Vordergrund

    Die heutige Gedenkstätte arbeitet grenzübergreifend. Auf der hessischen Seite können Sie den teilweise erhaltenen amerikanischen Stützpunkt sehen. Auf der thüringischen Seite befinden sich die Grenzanlagen der DDR sowie das Museum „Haus auf der Grenze“, welches eine Dauerausstellung zum Kalten Krieg, dem Wirken des DDR-Regimes sowie zum Leben im Sperrgebiet zeigt.

  • Auf dem Weg

    Sonderführungen: Grenzwanderungen 2016 finden jeweils von April bis Oktober am 1. Samstag des Monats turnusmäßig statt. Gruppen können diese Grenzwanderung aber auch zu anderen Terminen buchen. Zudem bietet die Gedenkstätte eine Reihe an verschiedenen Sonderführungen, in denen Sie das ehemalige Grenzgebiet von einer ganz neuen Perspektive erkunden können. Wanderung auf dem Point Alpha Weg „Grenzenlose Rhön – am Brennpunkt der Geschichte“ Kontakt: Rhönforum e.V.

  • Allgemeinbildung

    • 1950er Jahre: Errichtung von vier Beobachtungspunkten am Grenzabschnitt Herleshausen – Mellrichstadt
    • Mitte der 1960er Jahre: Ausbau von Point Alpha aufgrund der Angst der Amerikaner vor einem Angriff des Warschauer Paktes in Richtung Rhein-Main-Gebiet
    • Mai 1972: Stationierung der Elitetruppe 11. Armored Cavalry Regiment nach Fulda und an den Point Alpha
    • März 1990: Aufgabe des Point Alpha und Abzug der amerikanischen Streitkräfte
    • 1995: Militärstützpunkt wird unter Denkmalschutz gestellt und zur Gedenkstätte ausgebaut